Extensions und Co. – Geheimen Beautyhelfern auf der Spur
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Lena Müssig
108 days 14 hours 34 minutes ago
Die Haare hängen runter wie Schnittlauch und die stundenlang gefönte Super-Mähne für das abendliche Date fiel zusammen wie ein Kartenhaus. Kurz: Der Bad-Hair-Day hat mal wieder die Laune vermiest. Und wie kann es sein, dass anscheinend alle Promis von Mutter Natur mit solch traumhaften Haaren ausgestattet wurden?! Pustekuchen! Auch Stars wie Eva Longoria, Lindsay Lohan oder J Lo schmücken sich zu gerne mit fremden Federn. Genauer gesagt mit Extensions. Diese gibt es mittlerweile in diversen Varianten und zig Methoden sie ins eigene Haar einzuarbeiten.
Immer beliebter werden Clip-in Extensions. Kleine, an die Haartresse genähte Kämmchen werden einfach unters Deckhaar geklemmt und sorgen im Handumdrehen für eine verführerische Mähne a la J LO & Co. Man kann beliebig viele Tressen anbringen und auch tolle Farbeffekte erzielen. Zudem wird das eigene Haar nicht beschädigt. Da man die Tressen nur sehr selten waschen muss, bleibt das Haar lange seidig und wie neu. Mit Clip-In Extensions ist man garantiert ein Hingucker auf jeder Party. Allerdings sollte der Lover nicht auf die Idee kommen, an den Loden zu ziehen...das könnte peinlich werden.
Fester sitzen die per Bonding angebrachten Extensions. Einzelne mit einem Keratin-Bonding versehene Strähnen werden mit einem Hitze-Connector ins Eigenhaar eingearbeitet. Das Bonding verschmilzt mit dem Eigenhaar und sitzt – bei professioneller Einarbeitung – bombenfest. Durch die Hitze bei der Anbringung wird allerdings auch das eigene Haar massiv geschädigt. Die Extensions verlieren durch häufige Haarwäsche schnell ihren anfänglichen Glanz und werden strohig. Pflegen, pflegen, pflegen lautet die Devise.
Weitaus weniger strapaziös ist die Einarbeitung der Extensions durch Ultraschall, da keine Hitze produziert wird. In Afroshops wird oft die Weaving-Methode angewandt, bei der zunächst ein an der Kopfhaut anliegender Zopf rund um den Kopf geflochten, und danach eine Tresse auf dem Zopf angenäht wird. Eine andere Methode die Tressen anzubringen, ist die Tape-Methode. Je nach Wunsch können die Tressen dauerhaft mit einem speziellen Kleber angeklebt, oder für eine kurze Tragedauer mit einem doppelseitig klebenden Tapeband angeklebt werden. Einige Salons bieten die Air Pressure-Methode an, bei der mittels Luftdruck sieben bis zehn Strähnen gleichzeitig angebracht werden. Ähnlich funktioniert die Laserbeamer-Technik.
Welche Methode man wählt hängt also ganz vom Budget und der gewünschten Tragedauer der Haarverlängerung ab. Man sollte jedoch unbedingt auf Remy-Qualität achten. Bei Remy-Haar liegt die Schuppenschicht in eine Richtung und verknotet, anders als herkömmliches, oftmals asiatisches Haar, nicht bereits nach wenigen Haarwäschen. Sehr gutes Remy-Haar kommt aus Indien: In Indien werden der Braut traditionell am Hochzeitstag die zu einem Flechtzopf gebundenen Haare abgeschnitten und eingesammelt. Die Haare sind meistens nicht chemisch vorbelastet. Später werden sie in einem schonenden Verfahren aufgehellt und in verschiedenste Töne gefärbt.
Die Haarstruktur indischer Haare ist der europäischen sehr ähnlich und hat ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Weitaus teurer ist osteuropäisches Haar; dafür gibt es die Haare in helleren Nuancen, ohne jemals chemisch behandelt worden zu sein. Vorsicht bei asiatischem Haar: Den Haaren wurde die Schuppenschicht entfernt um ihm eine feinere Struktur zu geben. Damit die Haare nach dieser Prozedur immer noch glänzen, werden sie mit einer feinen Silikonschicht umhüllt, die sich jedoch bei jeder Haarwäsche abwäscht und aus der glänzenden Mähne in kürzester Zeit ein nicht zu bändigender Besen wird.
Mit einer professionell angebrachten und qualitativ hochwertigen (stibitzten) Traummähne sind bewundernde Blicke garantiert! Hauptsache, ein Bewunderer kommt nicht auf die Idee, vor lauter Begeisterung durch die wallende Haarpracht fahren zu wollen!